Geschichte

  • Veröffentlicht: Donnerstag, 04. Januar 2007 01:00

Die Geschichte des RWE

 

Anfänge
In ganz Deutschland war turnen sehr beliebt. Überall schossen Turnvereine wie Pilze aus dem Boden. So auch in Elchesheim. Hier entstanden bis nach dem 1. Weltkrieg die "DJK" und die "freie Turnerschaft", die bereits damals schon eine Fußballabteilung führte. Der Lehrer Eckstein aus Illingen führte die Fußballmannschaft als Trainer. Gespielt wurde damals in grün-weißen Trikots auf Plätzen der Gattung "Dauerwiese". Die Plätze waren auf dem ehemaligen Turnplatz und "am Kreut". 1921 wurde unter dem Vorstand Bernhard Rassler die ehemalige Sauweide eingeebnet, die Stelle, an der sich unser heutiger Rasenplatz befindet. Allerdings wurde dieser damalige Platz in Nord-Süd Richtung angelegt. Mit Kuhfuhrwerken mußte das Erdreich angefahren und mühsam mit der Schaufel eingeebnet werden. Das alles nicht von einem Fußball- sondern von einem Turnverein. Die aktive Turnerei wurde dann auch immer mehr vernachlässigt. Der Schwerpunkt verlagerte sich eindeutig hin zum Fußballspiel. Man versuchte sich zunächst noch gegen diese Entwicklung von seiten der Vorstandschaft zu stemmen ("wer kickt, der muß auch turnen"), doch der Ball rollte und war nicht mehr aufzuhalten.

 

Fußballmannschaft des Turnvereines

 Turnverein

 

Von links nach rechts: Gustav Altenbach, Albert Kleinbub, Alois Pfaff, Peter Heck, Eugen Hilger, Alex Kistner, Fitz Herz, Ludwig Pfaff, liegend von links: Albert Engehlahrd, Rudolf Wassmer, Johann Paff

 

Vereinsgründung
Vorgezeichnet durch diese Entwicklung, war es nur noch ein konsequenter Schritt zur eigenen Vereinsgründung. Im August 1929 trafen sich im Nebenzimmer des Gasthauses "Hirsch" 26 Sportler. Bei der Abstimmung entschieden sich 18 Mann für einen eigenen Verein, 8 Mann waren für den Fortbestand der "freien Turnerschaft"; der Fußballverein war damit gegründet. Initiatoren der Versammlung waren Leo Fritz von der "freien Turnerschaft" und Wendelin Fritz von der "DJK". Zu ihnen gesellte sich später noch Ottmar Herz, Alois und Albin Völlinger und Anton Wassmer. Als nächstes mußte ein Vereinslokal bestimmt werden. Nun, damals fürchtete man sich vor der scharfen Zunge des sehr konservativ eingestellten Dorfpfarrers Hoffman ("Die Fußballer, die nackt durch das Dorf laufen...". Damit waren die Spieler gemeint, die Sonntagnachmittag im Trikot zum Spielplatz gingen.). Der "Hirsch", stand vis à vis der Kirche. Dies war zu nah und deshalb wurde der "Grüne Baum" das Vereinslokal der Kicker. Peter Heck wurde Vorstand, da Wendelin Fritz noch nicht Volljährig war und deshalb dieses Amt noch nicht übernehmen konnte. Erster Trainer des Vereins wurde Lambert Kraus aus Au am Rhein. Das erste Spiel verlor man 12:1 in Würmersheim. Der "Pfaff-Hubert" schoß per Elfmeter das einzige Tor. "Trotz der langbeinigen Verteidiger Lorenz und Wendelin Fritz, war eine Niederlage nicht zu vermeiden" (Zitat des damaligen Presseberichtes.). Die Vereinsfarben waren zunächst Schwarz-Weiß, da man ständig auf einem verschlammten Platz spielen mußte und der Dreck auf schwarzen Trikots nicht zu sehr störte. Die ehemalige "Sauweide" machte ihrem Namen also alle Ehre. Neben einer 1. und 2. Mannschaft spielte bereits von Beginn an eine A-Jugend. Ihr gelang in der Saison 31/32 unter dem Jugendleiter Valentin Niklaus der erste große Erfolg in der Vereinsgeschichte: die Bezirksmeisterschaft. Zwischenzeitlich war Wendelin Fritz volljährig geworden und führte den Verein. Trotz schöner Erfolge und kontinuierlicher Aufwärtsentwicklung des Vereins, fiel nun ein Wermutstropfen in das Vereinsleben.

 

1. Mannschaft im Jahre 1930/31

 

1. Mannschaft 1930/31
 
Stehend von links: Dionis Herz, Hermann Kölmel, Alois Vällinger, Alois Pfaff, Wendelin Joram, Ludwig Pfaff, Linus Herm, Anton Waßmer, Vorstand Peter Heck, sitzend: Lorenz Fritz, Armin Engelhard, Wendelin Fritz.

 

Bezirksjugendmeisterschaft A-Jugend 1931/32

 

Jugendmeister 1931/32
 
Von links: Jakob Herz, Adolf Engelhard, Max Engelhard, Heinrich Heck, Alfred Heck, Anton Herz, Stefan Weiler, Fridolin Pfaff, Johann Heck, Karl Kraus, Jugendleiter: Valentin Niklaus, Vorstand: Peter Heck, sitzend: Albin Kistner, Josef Wassmer, Erwin Heck.

 

Krise
Während sich die Fußballer bekanntlich im Grünen Baum trafen verkehrte der Gemeinderat hauptsächlich im Hirsch. Der Onkel des Vorstandes Wendelin Fritz war zu jener Zeit Bürgermeister. Da Fritz mit ihm sehr verbunden war strebte er einen Vereinslokalwechsel an, denn im Grünen Baum trafen sich politische Kräfte mit denen der Bürgermeister Distanz zu pflegen versuchte. Ein weiterer Aspekt kam hinzu: In der Zeit der wirtschaftlichen Rezession mußte jedermann froh sein, einen Arbeitsplatz zu besitzen. Die Brauereien im nahen Karlsruhe (Hirsch=Sinner, Grüner Baum=Moninger) boten diese. Aus diesem Grund gab es die Sinnerbuben und die Moningerbuben. Kurz, allgemeiner Wunsch war: Vereinslokalwechsel. Über diesen strittigen Punkt kam es in der Generalversammlung 1932 zum Eklat und man lief auseinander. Der Verein wurde aber nicht aufgelöst, sondern der Spielbetrieb ruhte lediglich. Das hatte allerdings zur Folge, daß eine Reihe guter Spieler zum FC Illingen abwanderten. Dies beruhte jedoch auf Gegenseitigkeit, auch von "drüben" wanderten schon einige zu unserem Verein! Eine andere Folge: In diesen Jahren wurden die ersten Stimmen für eine Zusammenlegung der benachbarten Vereine laut - es fehlte auf beiden Seiten an "Spielermaterial".

 

Es geht weiter
Eines Tages erschien der Heck-Jac bei Leo Fritz und meinte: "was isch, mir wottet widda!". Er konnte allerdings nur 11 oder 12 Mann als Interessenten vorweisen. Leo Fritz erklärte ihm, daß man mit 12 Mann keinen Spielbetrieb aufnehmen könne, dazu benötige er mindestens 27. Gesagt, getan. Der Jac marschierte eines Abends mit 27 Mann in den Hof von Leo Fritz. So ist es also der Initative eines einzigen Mannes zu verdanken, daß der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Ab diesem Zeitpunkt (1935) trägt der Verein die Farben Rot-Weiss. Auch diesmal war die Wahl der Farben ein ganz simpler Grund: Mit Schwarz-Weiß ist es öfters zu Verwechslungen mit den Schiedsrichtern gekommen und außerdem gefiel die Farbe besser. Kurze Zeit danach konnte die A-Jugend unter dem Jugendleiter Max Engelhard 1936/37 die Bezirksmeisterschaft gewinnen.

 

2. Weltkrieg
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges war der Spielbetrieb unterbrochen.

 

Wiedergründung und Nachkriegsjahre
Am 17. August 1946 fand im "Grünen Baum" die Versammlung zur Wiedergründung statt. Man schritt zu der von der französischen Militärregierung genehmigten Neuwahl. Zum ersten Vorstand wurde der politisch nicht vorbelastete Harry Dressler gewählt. Es gab damals 3 Abteilungen: Fußball, Faustball und Schach. Dieser sogenannte "Kastenverein" war von der Militärregierung vorgeschrieben. Während Schach durchaus gespielt wurde, stand Faustball nur auf dem Papier. Verbandsspiele fanden in diesem Jahr noch nicht statt. Erst 1947 wurde der reguläre Spielbetrieb wieder aufgenommen und Leo Fritz wurde vom zweiten zum ersten Vorstand gewählt. Um an Geld zu gelangen spielten ehemalige Jugendspieler in Wirtschaften den "Besentanz". Derjenige, der den Besen erhielt mußte 10 Pfennig in die Spielerkasse zahlen. Bälle, Trikots mußten gegen Naturalien eingetauscht werden. So mancher Zentner Kartoffeln ging nach Rastatt, zum "Scherer-Emil". Der karlsruher Geschäftsführer des Sport-Müller dürfte einer der wenigen Städtler gewesen sein, der in diesen Jahren über genug Honig (vom Fritz Wendel) verfügte. 1948 veranstaltete man das zweite Sport"fest". Auf einer Wiese hatte man ein paar Bänke und Tische zusammengestellt. Man rechnete nicht mit viel Zuspruch. Keiner glaubte, daß man von den 40 Mark "Kopfgeld", die jeder nach der Währungsreform erhielt, auch noch 1 Mark für Eintritt geschweige denn für Bier übrig haben sollte. Man wurde angenehm enttäuscht. Die Bevölkerung war nach all den Jahren lebenshungrig und jede Abwechslung war willkommen. Aber man mußte noch bis 1951 warten bis man von einem normalen Festbetrieb sprechen konnte.

 

Spielgeschehen nach der Wiedergründung
In den ersten Jahren nach dem Krieg ging es um Punkte in der Kreisklasse Rastatt und hier wurde auch die erste Meisterschaft geholt, und zwar in der Spielzeit 47/48. Man stieg in die Bezirksklasse Staffel Nord auf. Hier waren die Gegner Bischweier, Au, Gaggenau, Durmersheim, Bietigheim, Sandweier, Ötigheim, Illingen, Rotenfels, KuppenheimII und OttenauII. Der Neuling belegte einen Mittelfeldplatz. Doch schon im Jahr darauf mußten die Kicker aus Elchesheim in die Kreisklasse zurück. In diesem Jahr gab es aber ein sehr interessantes Spiel. Hier der damalige Pressebericht:
"Ein Fußballpunktespiel der beiden Bezirksligavereine Ötigheim und Elchesheim endete am Himmelfahrtstag (1950) mit dem ungewöhnlichen Ergebnis von 47:0 Toren. Die Siegermannschaft Ötigheim mußte in dem Spiel mindestens 30 Tore schießen, um den Tabellenführer der Bezirksliga, Durmersheim, von seinem Platz zu verdrängen. Der Verlierer Elchesheim dessen Mannschaft auf Durmersheim seit längerer Zeit nach einigen heftigen Kontroversen nicht gut zu sprechen war, nutzte diese Gelegenheit und erschien nur mit neun Spielern auf dem Feld. In bisher selten gesehener Einmütigkeit ließ man sich dann die Verlierermannschaft absichtlich so überfahren. Es war nicht immer bekannt, wo der Torwart sich während des Spieles aufhielt. Damit ist Ötigheim Meister geworden. Man rechnet jedoch damit, daß das Spiel für ungültig erklärt wird."
1950/51 erreichte man in der Kreisklasse mit 23:21 Punkten den 6. Platz. In der nächsten Saison hieß die Kreisklasse B-Klasse. In der Staffel Nord konnte man knapp mit 49:11 Punkten die Meisterschaft feiern. 3 Jahre konnten die Rot-Weissen nun in der A-Klasse mitmischen. Dabei erreichten sie gleich in der ersten Saison den achten Rang. Im Jahr darauf mußte man sich mit dem 12. Platz zufrieden geben, doch ein Jahr später war es passiert: mit 15:37 Punkten stieg man wieder ab. In Vertrauter Umgebung tat sich der Verein zunächst schwer. Im Jahr nach dem Abstieg mußte man sich mit dem siebten Platz begnügen. Dann wurden hintereinander der 6. und der 8. Platz belegt, ehe es in der Spielzeit 1958/59 erstmals Abstiegssorgen gab. Am Ende konnte man sich aber mit dem 12. Platz in Sicherheit bringen. 1 Jahr später folgte der große Jubel. Als zweiter stieg man in die A-Klasse auf. Hier gaben die Rot-Weissen jedoch nur ein einjähriges Gastspiel. Mit nur 4 Siegen mußte der Weg in die B-Klasse angetreten werden. 16 Jahre mußten ins Land gehen, ehe der 4. Aufstieg in die A-Klasse gelang. Es waren abwechslungsreiche Jahre, in denen die Erfolge die Mißerfolge überwogen. Allein drei mal wurde der undankbare zweite Platz belegt. Das nächste Ziel in der A-Klasse war zunächst der Klassenerhalt, der erreicht werden konnte. 1977 stieg man dann sogar in die Bezirkslige auf und mußte die nächsten drei Jahre gegen den Abstieg kämpfen. 1980/81 war es nach vier Jahren Gastspiel dann soweit. Als Tabellenletzter mußte sich der Rot-Weiss aus der Bezirkslige verabschieden. Zurück in der A-Klasse fand man sich entäuscht im unteren Tabellendrittel wieder. Jedoch verfehlte die 2. Mannschaft den Meistertitel nur knapp. 82/83 spielte man eine tolle Saison und erreichte einen hervorragenden dritten Platz. Die 2. Mannschaft konnte in diesem Jahr die erste Meisterschaft einer Reserve in der Vereinsgeschichte feiern. Mit 47:7 Punkten ließ man die Konkurrenz weit hinter sich. Die erste Mannschaft belegt die nächsten zwei Jahre jeweils einen 10. Platz. In der Saison 85/86 spielte sich die erste auf einen 7. Platz während die 2. Mannschaft erneut Staffelmeister wurde. Eine Runde später konnte man einen zufriedenstellenden 7. Platz belegen, ein Jahr später wurde man mit 32:28 Punkten achter. Man verblieb in der Kreisliga A bis 1990 als man in die Kreisliga B absteigen mußte. Doch in der Saison 92/93 schaffte man unter dem Trainer Volker Klopfer den Wiederaufstieg. Bis heute verblieb man in der A-Klasse. Nach einem zwischenzeitlichen Tief in der Runde 98/99, in der man fast wieder abstieg, fand man sich die Jahre später in der oberen Tabellenhälfte wieder. In der Saison 2001/02 konnte man sich nach einer Niederlagenserie zu Beginn wieder auf Platz sieben hochspielen. Aber auch die Rückrunde fing an wie die Vorrunde und nach einer weiteren Niederlagenserie befand man sich wieder im Abstiegskampf. Torsten Diem gab sein Amt als Spielertrainer auf. Der neue Trainer Wolfgang Ullrich schaffte es den drohenden Abstieg zu vereiteln und so sprang sogar noch ein neunter Platz für die Erste raus. In der Saison 2003/03 verplichtete man Giovanni Marotta als Spielertrainer. Nach einer tollen Vorrunde (2. Platz) verlies Marotta auf eigenen Wunsch hin, in der laufenden Rückrunde, den Verein. Thomas Schorpp sprang für ihn als Trainer ein und man beendete die Saison auf dem 4. Rang. Nach einer katastrophalen Saison 2003 musste man mit dem dritten Trainer dieser Saison Ralf Röhrig den Gang in die Kreisliga B antreten. Unter der Regie von Ralf Röhrig gelang ein Jahr später der höchst souveräne direkte Wiederaufstieg. Nach eineinhalb Jahren stillstand verlies Ralf Röhrig den Verein. Der bereits in der Saison 2002/03 überzeugende Trainer Wolfgang Ullrich wurde nach Röhrig als Übungsleiter verpflichtet. Nach einer sportlich wenig erfolgreichen Saison übernahm Roman Toom das Amt des Spielertrainers ab der Saison 2007/08.

Meistermannschaft Saison 2004/05

Meistermannschaft 2004/05

stehend von Links: Masseur Jens Koch , Spielausschuß Peter Kleinbub, Thomas Oberle, Stefan Boos, Marco Heck, Heiko Bauer, Patrick Speer, Adnan Karamehmedovic, Adel Toumi, Christopher Rubertino, Trainer Ralf Röhrig, Norbert Zimmer, Vorsitzender Dieter Link.

sitzend von Links: Spielausschuß Ronald Heck, Markus Moritz, Stefan Kleinbub, Kevin Klett, Mustafa Basar, Mario Bruder, Markus Berner, Daniel Zammataro, Sascha Fischer. 

 

Clubhausbau
Seit Jahren schon war es das Bestreben der Vereinsführung, ein Clubhaus zu erstellen. Neben pflege der Kameradschaft und Treff der Vreinsfamilie gab es noch viel einfachere Gründe dafür. Unter oft "menschenunwürdigen" Umständen mußte man sich Umziehen - in manchen Orten sogar im Schlafzimmer der Wirtsleute des Stammlokals. An Duschen nach dem Spiel war nicht zu denken. Wenn`s hoch kam, wurde eine alte mit Wasser gefüllte Wanne in den Hof des Vereinslokals gestellt. Um dieser Misere abzuhelfen, wurde 1958 der Bau eines Clubhauses beschlossen. Zu dieser Zeit stand hier noch keine Turnhalle für Kinder, Grund genug bei der Gemeinde vorstellig zu werden. Trat sie als Bauherr auf, erhielt man auch entsprechende Zuschüsse. Der Verein pfiff zwar nicht mehr finanziell aus dem letzten Loch, doch so gut betucht war er wiederum nicht, daß man sich nun den Bau in eigener Regie zugetraut hätte. Die Geindeverwaltung wollte nun mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und dieses Haus zum Treff aller Vereine machen. Die Gemeinde wurde zwar nun Bauherr, doch sie beauftragte alle örtlichen Vereine, am Bau mitzuhelfen. Nun war jeder Verein verständlicherweise nicht gerade erpicht darauf, den Rot-Weissen ein Clubhaus zu bauen. Es kam schließlich so weit, daß die Gemeinde 2 DM für jede geleistete Stunde zahlte, weil sich jeder um die vom jeweiligen Verein zu leistenden Stunden "riß". Am 13.9.1962 konnte das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. 10 Jahre nach der Einweihung war der Fußballverein in der Lage, dieses Clubhaus von der Gemeinde käuflich zu erwerben. Durch Kaufvertrag vom 18.1.1972, über 5000 DM ging das Clubhaus in das Eigentum des Rot-Weiss über.

 

Sportplatzbau
Vom Turnplatz übers "Kreuth" zur alten Sauweide bis zum heutigen Rasenplatz war es ein langer Weg. Zwar wurde der 1921 vom Turmverein angelegte Platz im Jahre 1935 in Ost-West-Richtung umgedreht und auch später wiederholt aufgeschüttet, doch der Verein hatte nach wie vor seine liebe Not mit dem Wasser. Man wich zwar während des Umdrehens auf den 2km vom Dorf entfernten "Werr" aus, weil das Hochwasser dort wesentlich schneller abzog, doch das war auf die Dauer keine Lösung. Was 1968 mit sehr viel Tatkraft und noch mehr "Beziehungen" der Vereinsführung unter Robert Engelhard zu Baufirmen, Maschinenparks, Steinbrüchen, Kieswerken und Fuhrunternehmen begann, konnte 3 Jahre später überglücklich abgeschlossen werden. Während dieses Platzbaus war auf dem Gelände der ehemaligen Fa. Lehnig ein Ausweichplatz geschaffen werden, so daß der Spielbetrieb im Ort abgewickelt werden konnte. Pfingsten 1972 war es dann soweit: zum damaligen Sportfest, verbunden mit dem so lange aufgeschobenen 40 jährigen Jubiläum, wurde der Platz offiziell übergeben. Zu diesem Sportfest wurde auch gleichzeitig der Hartplatz übergeben und das vor dem Clubhaus vom Verein angelegte Ehrendenkmal eingeweiht.

 

Überfluteter Rasenplatz

 

Überfluteter Rasenplatz

 

Fußballspiel auf der Sauweide

 

Sauweide

 

Das Bayern-Spiel
Ein Höhepunktin der Vereinsgeschichte, war das Fußballspiel des 1. FC Bayern München gegen die mit 4 Mann vom FC Illingen verstärkte 1. Mannschaft des Rot-Weiss Elchesheim. Dank der persönlichen Bekanntschaft eines Verwaltungsmitgliedes mit dem damaligen Manager der Bayern kam die Verbindung zu stande. Von der Reklame über den Karten-Vorverkauf hin zur Beschaffung von Sitzplätzen (3 Tribünen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 2200 Sitzplätzen) bis zur Organisation der An- und Abfahrt (ca. 4000 Kfz.), dem Bereithalten von Parkraum und nicht zuletzt hin bis zum kalten Büfett für die Gastspieler schaffte der Rot-Weiss mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes, das beinahe Unmögliche. Nicht nur die komplette Mannschaft der Bayern, sonder auch 6500 Zuschauer kamen. Mit einem glänzenden 0:3 Pausenrückstand hatte sich die Mannschaft mehr als teuer verkauft. Wenn das Spiel schließlich 0:14 endete - was soll`s? Hatte man doch gegen den Europacup-Sieger verloren. Nun, die Spieler revanchierten sich. Während sie kurz vor dem Spiel bereits den Bezirkspokal geholt hatte, gelang der 1. Mannschaft unter ihrem Trainer Peter Schneider 1976 der vierte Aufstieg in der Vereinsgeschichte in die A-Klasse.

 

Mannschaftsfoto zum Bayern-Spiel

 

Bayernspiel

 

Damenmannschaft
Eine ganze Zeit lang konnte der Verein auch eine Damenmannschaft stellen. Es war eine Stammtischidee der Spielerfrauen: Im Jahre 1975 entschloß man sich zu diesem Schritt, nachdem man zuvor die Damenmannschaft des SV Au bewundert hatte und Appetit bekam. Der 1. Mannschaftsspieler Hans-Peter Baumann wurde als Trainer verplichtet. Kurz darauf während des Sportfestes 1975, wurde dann auch das erste Spiel gegen die Damen aus Kuppenheim ausgetragen: es wurde 2:1 gewonnen. Seit dieser Zeit wurden in unregelmäßigen Abständen Spiele absolviert. Herausragende Ereignisse waren hier einmal das Vorspiel zum Bayern-Spiel, welches 3:2 gegen Kuppenheim gewonnen wurde und eine Teilnahme an einem Tunier in Beiertheim, wo man unter 12 Mannschaften den 2. Platz belegte.

 

Seit dem Jahr 2005 wird unter der Regie der Jugendabteilungen der Vereine RW Elchesheim und FC Illingen wieder Fussball für Mädchen angeboten. Zunächst begann man mit einem reinen Trainingsangebot, inzwischen trainieren und spielen regelmäßig über 30 Mädchen in zwei Juniorinnenmannschaften, die am Spielbetrieb des Verbandes teilnehmen. Ab der Saison 2007/08 gibt es in einer Spielgemeinschaft der Verine FV Steinmauern, FC Illingen, RW Elchesheim und DJK Au wieder eine Damenmannschaft!   

 

Die Damenmannschaft:

 

Damenmannschaft
Stehend von links: H.-P. Baumann, D. Bauer, G. Hertweck, M. Baumann, L. Deck, D. Dobrowollni, J. Kantz, G. Kurzawa, P. Zielke, E. Weisenburger, G. Minet, K. Ganz, knieend von links: Ch. Weisenburger, A. Heck, Ch. Rebel.

 

Vorsitzende des Vereins:

 

1929-31 Heck Peter
1932-33 Fritz Wendelin
1934 Herz Ottmar
1935-36 Fritz Leo
1937-40 Völlinger Albin
1941-45 kein Spielbetrieb
1946 Dreßler Harry
1947 Fritz Leo
1948 Kleinbub Wendelin
1949 Kleinbub Wendelin, Engelhard Max, Fritz Wendelin
1950-51 Fritz Wendelin
1952-53 Schorpp Adolf
1954 Schorpp Adolf, Fritz Wendelin
1955-56 Heck Willy
1957-58 Deck Rudolf
1959-65 Fritz Wendelin
1966-67 Heck Werner
1967-69 Engelhard Robert
1969-71 Pfaff Erath
1971-72 Engelhard Robert
1972-77 Heck, Werner
1977-86 Melzer Udo
1986-97 Schiller Walter
1997 Link Dieter

 

Trainer des Vereins:

1947 Kaltenbacher, Au am Rhein  
1948 Deck Viktor, Illingen  
1949-51 Scherer Emil, Rastatt  
1952-53 Jean Creszenzi, Rastatt  
1954-55 Schweizer Helmut, Karlsruhe  
1956-57 Klenk Albert, Durmersheim  
1958 Lidner Kurt, Durmersheim  
1959 Scherer Emil, Rastatt  
1960 Adler Rudi, Rastatt  
1961-63 Stöck Alfred, Durmersheim  
1964-68 Rastetter Dieter, Karlsruhe-Daxlanden  
1969 Ockert Herbert, Muggensturm  
1970-71 Westermann Hans, Ötigheim  
1971-71 Metzger Rolf, Rastetter Dieter  
1972-75 Kanzleiter Erich, Karlsruhe  
1975-78 Schneider Peter, Karlsruhe  
1978-80 Schmiglewski Jörg, Bietigheim  
1980-81 Heinrich Simon, Hermann Hasenfuß  
1981-82 Hartmann Peter, Elchesheim  
1982-84 Schäfer Herbert, Mörsch  
1984-85 Becker Dieter, Karlsruhe  
1985-87 Schmiglewski Jörg, Bietigheim  
1987-89 Rössler Reinhard, Oberweier  
1989-92 Fuchs Peter, Mörsch  
1992-95 Klopfer Volker, Au am Rhein  
1996-98 Burk Joachim, Gaggenau  
1998 Renno Stefan, Winden-Pfalz  
1998 Fuchs Peter, Mörsch  
1999-01 Wiedemann Jochen, Bietigheim  
2001-02 Diem Torsten, Karlsruhe  
2002 Ullrich Wolfgang, Elchesheim  
2002-2003 Marotta Giovanni, Rotenfels  
2003 Schorpp Thomas, Durmersheim  
2003 Karamehmedovic Haris, Gaggenau  
2003 Wurster Jochen, Ettlingen  
2003-2006 Röhrig Ralf, Steinmauern  
2006 Ullrich Wolfgang, Elchesheim  
2007 Beck Volker  
2007-2008 Toom Roman, Durmersheim  
2008-2010 Schneider Peter, Malsch  
2010 Sadji Mourad, Iffezheim  

 

Derzeit sind für den RWE als Schiedsrichter aktiv:
Pfaff Albin, Link Dieter, Sven Markis.

 
Quelle: Festschrift zum 50. Jubiläum des RWE
Festschrift zum 60. Jubiläum des RWE
Dank an: Dieter Link
   

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